Verkehrsluftfahrt in Deutschland seit 1955

Kurzbeschreibung:
Avanti Air ist eine Charterfluggesellschaft mit Sitz auf dem Flughafen Siegerland (Burbach) und Heimatbasis auf dem Flughafen Paderborn. Sie führt Ad-hoc Flüge, ACMI-Flüge und Charterflüge durch. Kunden sind Fluggesellschaften, Reiseveranstalter, Sportvereine und die Industrie.

Werdegang:
1994
: Von den ehemaligen Piloten Markus Baumann und Stefan Kissinger gegründet. Der Betrieb wird am 1. Juli mit einem Flugzeug, einer Piaggio Avanti P180 aufgenommen.

1994 bis1999: Betrieb von bis zu 10 verschiedenen Flugzeugen (Beechcraft King Air F90, 90 und 200, Piaggio Avanti P180, Cessna Citation 2, Hawker 800, Lear Jet usw.) 1996 erster Raytheon Beech (Beechcraft) 1900C Airliner wird erworben. 1997 folgt eine Beechcraft 1900D. Verschiedene ACMI- und Corporate Shuttle-Aufträge u. a. für die Öl- und Gasindustrie werden durchgeführt.

1999: Der Firmensitz wird von Frankfurt zum Siegerland-Flughafen verlegt. Avanti Air unterzeichnet einen Vertrag für Crew Shuttle Betrieb mit Britannia Airways Ltd. mit zwei Beechcraft 1900.

2000: Eine dritte Beechcraft 1900 stößt zur Flotte, es ist die zweite der Modellreihe D.

2001: Im Auftrag von RAS Flug wird Siegerland-Berlin Tempelhof und Siegerland-Sylt bedient, von Frankfurt nach Tripolis geht es für die RCS-Luftfahrtcharterargentur.

2002-2004: Der Firmensitz wird 2002 an den Siegerland Flughafen verlegt. Diverse Linienflüge u. a. im Auftrag von AirDirect, Air Wales, Hahn Air und Meridiana S.p.A., RCS-Luftfahrtcharterargentur. Zwei ATR 42-300 Flugzeuge (2002 und 2004) werden gekauft

2005-2009: Erste ATR 72 wird erworben. Beitritt zur ERA – European Airline Association. In den folgenden Jahren werden Linien-, Charter- und Frachtflüge sowie Crew- und Corporate Shuttle-Dienste für diverse Auftraggeber durchgeführt. 2007 wird eine Beech 1900D an die Schweizer Luftwaffe vermietet.

2009: Die letzte Beech 1900D wird sie an die Schweizer Luftwaffe verkauft.

2010: IOSA-Zertifizierung.

2012: Erstkunde für den neuen hochmodernen ATR Full Flight Simulator für die 42-300 und 72-500 von FARNAIR Training.

2013: Zwei weitere ATR72-202 stoßen zur Flotte. Charter für Darwin Airlines (Etihad Regional), Air Berlin und Intersky.

2014:  Charterflüge für Fußballmannschaften, Künstler und Orchester sowie Linienflüge im Auftrag von Air Corsica und Air Alps durch. ATR 72-Flugzeuge wurden im Wet-Leasing u. a. an Air Berlin, Darwin Airlines (Etihad Regional), Intersky und Melilla Airlines / Aeronova vermietet.

2015: Das Jetzeitalter startet 2015 mit zwei Fokker 100 Flugzeugen, die zuvor im Besitz der liquidierten OLT Express waren. Während ein Flugzeug komplett überholt wurde, diente das andere als Ersatzteilspender. Mit der Aufnahme der Fokker 100 in die Charterflotte erneuerte Avanti Air ihr Logo und ihre Bemalung. Die ATR wird ausgemustert. Kurzfristeinsätze für Germanwings und Germania.

2016: Mit einer weiteren Fokker 100 (D-AGPH) wird der Betrieb erweitert, ACMI-Verträge mit der Air France Group (HOP!) und Norwegian Air Shuttle. Im folgenden Jahr konnte der ACMI-Vertrag zwischen Avanti Air und der Air France Group (HOP!) für eine feste Linienverbindung Lourdes – Paris Orly fortgesetzt werden. Außerdem wird Avanti Air für Charterflüge des Chamber Orchestra of Europe, des AC Mailand, von Daimler, Porsche und Filmteams sowie des österreichischen Reiseveranstalters Idealtours unter Vertrag genommen.

2018: Im Winter 2017/18 werden zwei Fokker 100 einer Kabinenrenovierung unterzogen, Charterflüge im Auftrag des österreichischen Reiseveranstalters Idealtours in den Mittelmeerraum werden durchgeführt. ACMI für HOP!. Eine dritte Fokker 100 (D-AOLH) verstärkt die Flotte.

2019: Die dritte Fokker erhält neue Ledersize. Die D-AGPH verlässt die Flotte. Ende des Jahres wird Paderborn die neue Heimatbasis mit Wartungseinrichtung.

2020: Weiterhin werden ACMI-Aufträge und Charteraufträge durchgeführt. Die Corona-Pandemie bringt Einschnitte im weltweiten Flugverkehr. Im November wird die D-AOLH nach Australien verkauft.

2021: Die letzte Fokker 100 wird in Paderborn geparkt und während der Pandemie betriebsbereit gehalten. Für die Zukunft sind ggf. zwei neue Flugzeugtypen geplant. Man evaluiert die Embraer 190 oder den Airbus A319 und ein weiteren Typen unterhalb diesen Segments.

Quellen: Avantiair, D-AVIA – Luftfahrtarchiv

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