Verkehrsluftfahrt in Deutschland seit 1955

Kurzbeschreibung:
Die Lufthansa Cargo ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Lufthansa. Sie betreibt weltweite Luftfracht- und Logistikdienstleistungen und hat ihren Sitz am Flughafen Frankfurt. Neben dem Betrieb von eigenen Frachtflugzeugen nutzt sie auch Frachtkapazitäten in den Laderäumen der Passagierflugzeuge des Lufthansa-Konzerns.

Werdegang:
1977
: Die Lufthansa gründet eine Frachtchartertochter unter dem Namen German Cargo Services, weiterhin betreibt die Lufthansa aber auch  eigene Frachtflugzeuge. Diese tragen den Namen „Lufthansa Cargo“.

1993: Am 1. Mai nennt die Lufthansa die German Cargo Services um. Das Unternehmen heißt jetzt Lufthansa Cargo Airlines und ist weiterhin eine GmbH. Die Frachterflotten von German Cargo und Lufthansa (Lufthansa Cargo – alt) werden zusammengelegt.

1994: Die Lufthansa Cargo AG wird als 100%-ige Tochter der Lufthansa AG am 30. November gegründet. Dies geschieht im Rahmen großer Umstrukturierungen bei der Deutschen Lufthansa und einem eingeleitetem Privatisierungsprozess des Unternehmens mit hoher Staatsbeteiligung.

1995: Am 1. Januar startet der Betrieb der neuen Lufthansa Cargo mit fünf Maschinen des Typs McDonnell Douglas DC8, zehn Boeing 747-200F und zwei Boeing 737-200 Frachtern.

1997: Hinduja Cargo Services, auch Lufthansa Cargo India genannt, nimmt im Mai in Neu-Delhi den Betrieb auf. Lufthansa Cargo ist an der neuen Gesellschaft (gegründet im Februar 1996) mit 40% beteiligt. Zum Einsatz kommen Boeing 727-200F.

1998: Mit der Lieferung der ersten MD-11F im Juni wird ein Flottenerneuerungsprogramm eingeläutet.

1999: Der Lufthansa-Cargo-Flug 8533 von Kathmandu nach Neu-Delhi, der von der indischen Hinduja Cargo Services am 7. Juli mit einer Boeing 727-200F durchgeführt wurde, zerschellt an einer Bergkette kurz nach dem Start. Alle fünf Besatzungsmitglieder verlieren ihr Leben.

2000: Gründung der WOW Cargo Alliance zusammen mit SAS Cargo Groupund Singapore Airlines Cargo.

2004: Am 3. April startet ein neuer Rund-um-die-Welt-Frachterdienst der Lufthansa Cargo von Frankfurt aus in östlicher Richtung.

2006: Die Fluggesellschaft Jade Cargo International nimmt im August den Flugbetrieb in Shenzhen (China) auf. Lufthansa Cargo ist mit 25% daran beteiligt. Das Joint Venture ist die erste Frachtfluggesellschaft mit ausländischer Beteiligung in China. Die Boeing 747-200F wird ausgemustert.

2007: Ende Oktober wird ein Überflogverbot Russlands durch die örtlichen Behörden verhängt. Es gibt Streitigkeiten bezügl. des Zwischenlandeorts auf den Flügen nach China.

2008: Nun wird am Flughafen Jemeljanowo in Sibirien und nicht mehr auf dem Flughafen Astana in der Republik Kasachstan gelandet, dadurch sind die Überflüge in Russland wieder erlaubt.

2009: Austritt aus der WOW Cargo Alliance. Im Juni nimmt die Fluggesellschaft AeroLogic, ein Gemeinschaftsunternehmen mit DHL (je 50%), von Leipzig/Halle den Betrieb mit Boeing 777-200F auf.

2010: Bei einer Zwischenlandung am 27. Juli setzt eine MD-11F auf dem Lufthansa-Flug 8460 von Frankfurt nach Hongkong in Riad (Saudi-Arabien) mit zu hoher Sinkrate auf der Landebahn auf, kommt von dieser ab und zerbricht in zwei Teile und brennt dann aus. Die beiden Piloten überleben. Die Frachtkapazitäten von Austrian Airlines werden jetzt auch vermarktet.

2012: Lufthansa Cargo verlässt das Joint Venture mit Jade Cargo Internationalin China.

2013: Im November trifft die erste Boeing 777-200F ein. Im selben Monat wird eine MD-11F bei der Landung in São Paulo (Brasilien) beschädigt, als sie mit dem Heck die Landebahn berührt.

2014: Strategische Zusammenarbeit mit der japanischen ANA (Japan) ab November.

2015: Eine weitere startegische Kooperation nach gleichem Vorbild ab Dezember mit United Cargo.

2016: Ab Mai werden die Kooperationen mit der Airline Cathay Pacific (Hong Kong) erweitert.

2019: Mit einem Umsatz von 2,5 Milliarden Euro und einer Transportleistung von 8,9 Milliarden Frachttonnenkilometern ist Lufthansa Cargo eines der weltweit führenden Unternehmen im Transport von Luftfracht. Das Unternehmen beschäftigt rund 4.500 Mitarbeiter weltweit.

2021: Im Juni, Juli und September werden die letzten drei MD-11F die Flotte verlassen.

 

Quellen: Lufthansa,  D-AVIA – Luftfahrtarchiv

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